"Die von der Bundesregierung geplante Erweiterung der Lkw-Maut schadet der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland", sagt Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt.
Der Markit/BME-Einkaufsmanagerindex (EMI) belege, dass die Geschäfte in der Industrie aktuell wieder gut laufen und die deutsche Wirtschaft wächst. Der saisonbereinigte Index notierte im Berichtsmonat Mai auf 58,4 Zählern und bewegt sich seit Oktober 2009 wieder deutlich über der Wachstumsgrenze von 50. "Viele unserer Einkäufer schwanken zurzeit zwischen Aufschwungseuphorie und Krisenangst. Sie spüren, dass es weiter aufwärts geht. Gleichzeitig hören sie von Überschuldung, Euro-Schwäche und Sparzwang", so Hildebrandt.
Vor dem Hintergrund der zarten Aufschwungseuphorie sei es darum kontraproduktiv, die Mautpauschale auf vierstreifige Bundesstraßen auszuweiten. Spediteure sehen bereits tausende von Arbeitsplätzen bedroht. "Verlader und Transporteure sind bei allem Verständnis für die Sparpläne der Bundesregierung nicht bereit, weitere Kostensteigerungen zu tragen", so Hildebrandt. Bereits im Krisenjahr 2009 hatte die damals amtierende große Koalition die Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen um bis zu 50 Prozent erhöht. Zudem sei zu befürchten, dass ein Großteil der Mehreinnahmen für die Mauterhebung und Kontrolltechniken auf den zusätzlichen mautpflichtigen Strecken wieder ausgegeben werden müssten und nicht Infrastrukturinvestitionen zugute kommen.
Quelle: bme.de
Seite 1 von 1
Maut-Erweiterung schadet dem Aufschwung
Themen Optionen:
Seite 1 von 1

Hilfe

MultiZitat








